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HISTORIKER ANGABE
VALSANZIBIO, einer der bedeutendsten noch erhaltenen historischen Gärten, wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu der wundervollen Anlage, die wir heute kennen. Wir verdanken dies dem Adeligen Zuane Francesco Barbarigo aus Venedig, der dabei tatkräftig von seinem Sohn Antonio unterstützt wurde. Der erstgeborene Gregorio, Kardinal und zukünftiger Heiliger, inspirierte die mystische Symbolik des Projektes, das Luigi Bernini, der Architekt der Päpste und Gestalter zahlreicher berühmter Brunnen, entwarf.Siebzig Statuen, zum Großteil Merengo zugeschrieben, und noch einmal so viele kleinere Skulpturen verschmelzen auf einer Gesamtfläche von über 15 Hektar unter unzählbaren Bäumen und Büschen zu kunstvollen Bauwerken, Bächen, Wasserfällen, Brunnen, Wasserspielen, Fischteichen. Die gesamte Anlage wurde konzipiert und verwirklicht, um den Weg zu symbolisieren, der den Menschen zu seiner Erlösung führt. Der Weg beginnt beim Monumentaleingang (A) wo einmal Boote anlegten, die durch das Fischtal von Sankt Eusebius kamen (SanZibio steht für Sankt Eusebius), das sich damals noch über die ganze Ebene erstreckte. Heute ist nur noch der Teich erhalten, in dem sich der elegante Bau widerspiegelt. Der Bau ist überreich mit Brunnen, Tiefenreliefs und Statuen ausgeschmückt. Über alles herrscht Diana-Mond, die Göttin der Natur und der wilden Tiere, der Verwandlungen und der Wunder. Nachdem man durch den Silen-Bogen den Garten betreten hat, geht man entlang dem Dianabad (B), dem Irisbrunnen (C) und dem Fischteich der Winde (B). . Dann kommt das Labyrinth (D) das sich am Leben des Heiligen Gregorio Barbarigo inspiriert. Nachdem man den "Pila" Brunnen (G) erreicht hat, biegt man nach rechts und kommt in die Hauptallee (F), an der die Kanincheninsel (H) liegt. Das Kaninchengehege - das einzige erhaltene in den wenigen noch bestehenden historischen Gärten - gilt hier als Symbol der Immanenz. Kein Lebewesen kann die Grenzen von Raum und Zeit überschreiten. Jenseits der Allee und der Insel symmetrisch gegenüber gestellt, steht eine monumentale Statue, die die Zeit (L) darstellt.
Sie hat ihren Flug durch den Raum unterbrochen und symbolisiert die Transzendenz, dieser einmalige Zustand, der dem Menschen erlaubt, über die gewöhnlichen Schranken von Raum und Zeit zu schweben. Man setzt den Weg zwischen Immanenz und Traszendenz und zwischen den Statuen und den Brunnen (G) fort, die auch sinnbildlich die Insel und die Zeit einrahmen. So erreicht man die Stufen mit den Panthertieren (G) , die die Verse von Dante ins Gedächtnis rufen. Die Inschrift eines Sonetts verziert die Stufen und erklärt auf verschiedenen Ebenen die Bedeutungen des Gartens. Man befindet sich so vor dem weiten Platz vor der Villa (M), wo die acht Allegorien der Tugenden des Herrn und des Gartens den Brunnen der Offenbarung (M) umgeben. An diesem Ort wird das Endziel des symbolischen Weges erreicht. Die außergewöhnliche Integrität jeder architektonischen, bildhauerischen und sogar pflanzlichen Gestaltung (I) der Anlage wurde durch die großzügigen Bemühungen von sechs Generationen der Familie Barbarigo bewahrt. 1804 starb deren Geschlecht aus und der Adelige Marco Antonio Michiel wurde als Erbe bestimmt. Ab 1835 folgten die Grafen Martinengo da Barco und Donà Delle Rose, und ab 1929 die Adeligen Pizzoni Ardemani, die mit ebenso Leidenschaft wie Begeisterung den Garten hegten und pflegten. Besitzer seit drei Generationen, haben sie den Garten, der während der militärischen Besatzung im letzten Krieg große Schäden erlitten hat, liebevoll restauriert. Sie haben kürzlich die völlige Instandsetzung der 33 Wasseranlagen des Gartens wieder hergestellt (16 Brunnen, 5 Fischteiche, 3 Wasserspiele usw.), die in den letzten 80 Jahren durch ein zunehmendes Versiegen der Quellen gefährdet waren. Dank ihrer Bemühungen ist heute Valsanzibio ein seltenes Beispiel für einen lesbaren symbolischen Garten, einen perfekt funktionierenden großartigen Wassergarten und einen völlig intakten Italienischen Garten aus dem 17. Jahrhundert.
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